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Die Schweizer Presse
Kein anderes Land dieser Erde kennt, im Verhältnis zu seiner Grösse, eine derart grosse Zeitungsdichte wie die Schweiz. Nebst den grossen Zeitungen mit nationaler Bedeutung gibt es in fast jeder Gemeinde mindestens ein Amtsblatt, einen Anzeiger oder eine Tageszeitung.

Laut den letzten Zahlen des Bundesamtes für Statistik gab es 1995:

257 Zeitungen
343 Amtsblätter/Anzeiger
90 Publikums-Zeitschriften
1900 Spezial-/Hobby- und Fachzeitschriften

Ursprünge
Die – freilich nicht überaus bedeutungsvolle – Schweizer Pressetradition reicht weit zurück. Die erste Publikation, die als Zeitung angesprochen werden kann, soll in der Schweiz herausgegeben worden sein: 1597 wurde bei Buchdrucker Leonhard Straub in Goldach erstmals eine Monatszeitung gedruckt, die «Annus Christi 1597». 1610 erschien in Basel eine Wochenzeitung, 1623 in Zürich. Diese ersten Blätter enthielten ausser Nachrichten auch bereits Kommentare.


Annus Christi 1597

Als älteste Zeitung der Welt gilt die Monatsschrift «Annus Christi 1597», vom St. Galler Leonhart Straub (1550–1607) im Weiler Aach «in des Gottshaus Sanct Gallen Reichshoff Rorschach am Bodensee» gedruckt. Straub hatte die erste Papiermühle der Ostschweiz errichtet. Verfasser und Herausgeber der Monatsschrift war der protestantische Buchhändler und Schriftsteller Samuel Dilbaum aus Augsburg.

Zeitungsmuseum
Schweizer Zeitungen, die zwischen 1700 und 1850 erschienen sind.

Gründungsdaten der ältesten Schweizer Zeitungen:
1780: Zürcher Zeitung (heute: Neue Zürcher Zeitung)
1798: Gazette de Lausanne
1826: Journal de Genève
1839: Tagblatt der Stadt St. Gallen (heute: St. Galler Tagblatt)
1844: Basler Nachrichten

Der Schweizer Presse-Friedhof
In unserem Presse-Friedhof treffen Sie auf verschiedene Publikationen der letzten dreissig Jahre, die Opfer von Fusionen und «Zeitungssterben» wurden. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den einen oder anderen Titel.

Das Zeitungsmuseum sowie der Presse-Friedhof sind unter grosszügiger Mithilfe des passionierten Zeitungssammlers Charles Pochon (Jupiterstr. 3/2079; Postfach 78; 3000 Bern 15) zustande gekommen. Die hier ausgestellten Objekte stammen aus seiner Sammlung.

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