Livekonzert vs DJ Nacht

Was ist euer Spitzenreiter für eine gute Nacht aus? Ein fettes Livekonzert mit einer echten Band auf der Bühne? Oder eine Nacht mit einem bekannten DJ in einer Disko? Wo hat man mehr Spaß und welcher Event hinterlässt die besten Erinnerungen? Für mich ist dies sehr schwer zu beantworten, denn beide Arten von Musikevents bieten:

  • viel Musik
  • die Möglichkeit zu tanzen
  • viele gleichgesinnte Leute
  • eine tolle Mischung aus Sound und Licht

Der einzige Punkt, der mir spontan einfällt und der zugunsten von DJ Nächten spricht ist der, dass diese in der Regel wesentlich länger dauern als Konzerte. Ich kenne zwar Bands, die auch mal zwei oder drei Stunden spielen, aber das ist meist die Ausnahme. Normalerweise ist bei einem Konzert nach 90 Minuten Schluss. Und ich habe sogar schon viel Eintritt für Bands bezahlt, die nach einer Stunde von der Bühne verschwunden sind.

livekonzert
livekonzert

Bei DJ Nächten steht der „Star“ weniger im Vordergrund, denn auch wenn namhafte DJs in einen Club kommen, gibt es vorher und nachher normale Club DJs, die ebenfalls für gute Sounds und gute Stimmung sorgen. Ich habe nur ganz wenige Clubnächte erlebt, in denen die Leute nach Hause gegangen sind, als der Haupt DJ seinen Set beendet hatte. Normalerweise wird ein ähnlich klingender Sound aufgelegt und einfach weitergetanzt. Das ist bei einem Konzert so nicht möglich. Und bei Konzerten gibt es oft Vorbands, die reine Zeitfüller sind und weder inhaltlich noch vom Sound zur Hauptband passen. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung. Was denkt ihr? Was rockt mehr?

Hitparaden

Heute möchte ich mich einmal mit den aktuellen Hitparaden beschäftigen und mit den verschiedenen Einflüssen, die man in letzter Zeit immer massiver feststellen kann. Zum einen fällt mir persönlich auf, dass immer mehr Lieder sich ähneln und dass es immer weniger Abwechslung in der Hitparade gibt. Fast alle Lieder sind nach demselben Schema aufgebaut und bieten keinerlei Überraschungen.

Entweder ist es die übliche Popnummer, mit inhaltslosen Texten und absolut eingängiger Melodie, die smoothe Rapnummer, die die Essenz des Raps in die Lächerlichkeit zieht, oder weichgespülte Balladen von zugegeben guten Sängerinnen wie Adele. Was ich jedoch vermisse sind die harten Rocksongs vergangener Jahre, die Protestpunk Kracher, die die Charts mal richtig aufwirbeln. Oder elektronische Songs, die nicht nur auf den Verkauf hin produziert wurden.

monster magnet rockt
monster magnet rockt

Auf Internetseiten wie http://aktienkaufenvergleich.de werden heutzutage sogar Aktien und deren Entwicklung miteinander verglichen. Im Musikmarkt dagegen werden uns alte Kammellen als sogenannte Neuvorstellungen präsentiert. Ich wette die Hälfte der Songs, die man derzeit in den Charts findet, sind vom selben Produzententeam geschrieben und aufgenommen worden. Zumindest klingen die Hitparaden danach.

Wenn ich Hitparaden-Links wie diesen aufrufe, habe ich sehr oft das Gefühl, das alles schon einmal gehört zu haben. Und nicht etwa nur letzte Woche, sondern das ganze letzte Jahrzehnt scheint musikalisch gleichgeschaltet zu sein. Ab und zu suche ich jetzt bewusst aggressivere Bands wie Monster Magnet damit mir die Ohren mal wieder frei gepustet werden. Diese Band spielt Rock und legt auch mal neun Minuten lange Songs hin. Das ist so anders als alles was im Radio läuft, das es eine wahre Freude ist zuzuhören.

Monster Magnet rockt

Weiß überhaupt noch jemand, wie heutzutage Hitparaden zusammengestellt werden? Ich weiß, dass früher Verkaufszahlen maßgeblich waren. Aber wer kauft heutzutage noch Musik? Die meisten Songs und Platten werden aus dem Internet heruntergeladen oder übers Videokanäle angeschaut. Zählt da jemand nach, wie oft ein bestimmter Song in einem Zeitraum aufgerufen wurde? Oder zählen nur noch die paar Konsumenten, die tatsächlich eine CD kaufen? Eine interessante Frage, ich werde ihr mal nachgehen und euch in einem späteren Beitrag berichten.

Ganz besondere Jam Sessions

Ein Freund hat mir nach einem Besuch in England von einem neuen Trend erzählt, den ich absolut faszinierend finde und vom dem ich euch hier erzählen möchte. Augenscheinlich ist die Ukulele in den letzten Monaten zu einem Mode Instrument in England geworden und immer mehr Menschen kaufen sich die „kleine Gitarre“, da sie sowohl sehr handlich als auch einfach zu spielen ist. Und einige Barbesitzer haben sich diese Mode zunutzen gemacht, um an eigentlich ruhigen Tagen das Geschäft zu beleben. Mein Freund ist also ganz zufällig in einen Ukulele-Abend in einem englischen Pub geraten und war absolut begeistert. Zwischen 20 und 25 Leute kamen mit ihrer Ukulele, bestellten kräftig Bier und begannen gemeinsam populäre Lieder zu spielen. Der Barbesitzer hat dafür extra ein Songbuch zusammen gestellt und mit einem Beamer werden die Lieder, die gespielt werden, an eine Wand projiziert. So konnte jeder, der die einfachsten Akkorde kennt, direkt mitspielen und mitsingen.

jam sessions
jam sessions

Laut meinem Freund war nach ganz kurzer Zeit ein unglaubliche Stimmung im Laden und je populärer die Songs, umso ausgelassener die Musiker. Das nenn ich mal eine gute Idee für eine Jam Session. Zwischen den Songs wurden ab und zu Pausen eingelegt und da die Leute schon zusammen musiziert und gesungen hatten, sprach jeder mit jedem und über die Wochen haben sich richtige Freundschaften geformt. Und alles Dank der Ukulele und der genialen Idee des Barbesitzers.

Wie so oft ist natürlich die Phantasie direkt mit mir durchgegangen und ich habe mir vorgestellt, wie man ähnliche Jam Sessions mit ganz unterschiedlichen Instrumenten organisieren kann. Stellt euch mal vor, 30 Trompeter treffen sich in einem Wald und spielen gemeinsam ein paar Lieder. Oder 50 Gitarristen in einer Disco. Da wäre doch garantiert immer was los, die Leute könnten sich gegenseitig helfen besser zu spielen und sicher würden sich schnell neue Bands formen. Ich sehe spontane Orchester in Jugendheimen und Trommelgruppen, die durch die Stadt ziehen. Den Möglichkeiten sind eigentlich kaum Grenzen gesetzt. Welche Ideen würden euch in den Sinn kommen?

Jam ist keine Marmelade

Da mich in letzter Zeit einige E-Mails erreicht haben, die nach einer Erklärung des Begriffs „Jam“ gefragt haben, möchte ich dies heute mal klarstellen. Eigentlich habe ich gedacht, dass insbesondere unter Musikern der Begriff „Jam-Session“ bekannt ist, aber anscheinend bin ich zu alt oder einige Leser zu jung, um denselben Wortschatz zu benutzen. Also, was bedeutet Jam in MTJ für mich? Hier eine Erklärung mit diversen historischen Verweisen: Eine Jam Session ist ein musikalisches Zusammentreffen von mehreren Musikern, die ohne vorherige Abstimmung oder Vorbereitung gemeinsam Musik machen. Die Basis jeder Jam Session ist die Improvisation und der Respekt gegenüber den Mitmusikern. Und im Gegensatz zum festen Band-Gefüge können Jam Sessions den musikalischen Horizont sehr erweitern und je nach Zusammensetzung für immer wieder neue Erfahrungen sorgen. Einige Bands suchen per Jam Session nach Inspirationen für neue Songs, andere nutzen die freie Spielweise um sich nach ihrem normalen Programm musikalisch zu erholen.

Red Hot Chili Peppers
Red Hot Chili Peppers

Der Begriff Jam Session entstand in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts im Rahmen des Jazz. Viele Musiker trafen sich nach ihren normalen Konzerten in der Nacht, um gemeinsam der neuen Richtung Jazz zu huldigen. Oft absolut spontan und improvisiert fanden sich fantastische Musiker zusammen, um neue Sounds auszuprobieren. Im Zweiten Weltkrieg waren Jam Sessions in New York der angesagte Trend. Diese fanden ebenfalls in der Regel nach den normalen Konzerten der Musiker statt und waren ebenso wild wie inspirierend. Sehr wichtig war auch die soziale Komponente, denn bei den Jam Sessions schaute niemand auf Hautfarbe oder Brieftasche, es zählt einzig und allein die Musik.

Led Zep Jam

In den sechziger und siebziger Jahren begannen auch Rockmusiker die Vorteile des Jammen zu entdecken und bekannte Bands wie Pink Floyd, Cream, The Who, Grateful Dead oder Led Zeppelin nutzen ihre Livekonzerte, um eine Jam Session ähnliche Improvisation einzulegen. Da diese Minuten des Konzerts auf keiner Platte zu finden waren liebten die Fans die Einzigartigkeit des Moments und genossen die neuen Klänge. Viele Bootlegs solcher Auftritte sind heute heiß begehrte Sammlerexemplare. Auch heute noch gibt es aktuelle Bands, die Improvisationen in ihren Konzerten einlegen. Ein bekanntes Beispiel sind die Red Hot Chili Peppers.

Techno Songs sind oft Heimarbeit

Die meisten Musiker, die sich der Musikrichtung Techno widmen, entwickeln ihre Songs in Heimarbeit und haben oft auch keine umfassende musiktheoretische Ausbildung. Wer jedoch denkt, dass es ausreicht ein Computerprogramm zu besitzen und dass alles andere anschließend ganz einfach ist, den muss ich leider enttäuschen. Um einen Hit zu produzieren, den die Leute im Club immer und immer wieder hören möchten, benötigt man viel Fingerspitzengefühl und eine gehörige Menge Glück. Man muss wissen wie die DJs arbeiten, wie schnell ein Clubsong mindestens sein muss und wie man Elemente einfügt, die den Songs interessant machen ohne jedoch zuviel Elemente zu verwenden und den Songs damit zu überfrachten.

Ableton Live oder
Ableton Live oder

Die meisten Techno-Produzneten benutzen Sequencer der Marken

  • Cubase
  • Rosegarden
  • FL Studios
  • Ableton Live oder
  • LMMS,

die mit sogenannten Loops arbeiten. Diese können hintereinander gehängt werden und so die typischen, sich stetig wiederholenden Teile eines Technos Songs bilden. Es gibt auch gute Computersoftware, mit der man anfangen kann zu produzieren. Auf Seiten wie Zalando Gutschein findet man manchmal gute Rabatte. Bevor man loslegt sollte man sich einige populäre Songs anhören und diese katalogisieren. Im Techno gibt es meist sogenannte Hypno-Tracks, die sehr wenig abwechslungsreich sind und nur wenig Melodie oder Effekte verwenden. Da sie immer wieder gleiche Sequenzen wiederholen bringen sie den Tänzer in einen hypnoseähnlichen Zustand, in dem einfach nur weitergetanzt wird. Andere Nummern dienen dazu die Masse aufzuputschen und die Stimmung anzufeuern. Hört man sich verschiedene Songs dieser Arten an versteht man schnell, worin sie sich unterscheiden und wie sie aufgebaut sind.

Das wichtigste ist nun, eine Phrase oder eine Melodie zu finden, die ins Ohr geht, nicht schon 100 mal wiederholt wurde und die zu dem Typ Song passt, den man produzieren möchte. Hier entscheidet sich, ob die Zuhörer deinen Song später lieben oder ignorieren werden. Nur wer es schafft eine tolle Hookline zu komponieren, wird auch Erfolg haben. Hat man ein Thema gefunden kann man damit beginnen, den Song rund um dieses Thema aufzubauen. Beim Beat sollte man wieder auf die richtige Geschwindigkeit achten und auch dem DJ etwas Spielraum lassen, diesen passend zu seinem Set zu pitchen.

Stimmen Thema und Beat geht die Feinarbeit los, bestimmte Effekte können eingebaut werden, Basslinien können den Beat unterstützen und Änderungen in der Wiederholung des Hauptthemas die Zuhörer überraschen. Achte darauf, dass Anfang und Ende des Tracks so „offen“ sind, dass sie vom DJ mit anderen Songs gemischt werden können. Am besten probiert man mehrere Versionen aus und spielt diese einige Leuten vor, deren Meinung in Sachen Musik man schätzt. Den größten Fehler, den Anfänger in der Regel begehen ist es, die unendlichen Möglichkeiten des Sequenzers in einem Song unterbringen zu wollen. Es ist wesentlich ratsamer sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und ein tolles Thema zu entwickeln. Alles andere sollte man sehr bedacht und sparsam einstreuen. Versucht euer Glück, und wenn ihr etwas habt was euch überzeugt können wir vielleicht im MTJ Studio einen echten Hit daraus machen.

Instrumente spielen

Mir ist aufgefallen, dass immer weniger Musiker heutzutage lernen ein Instrument zu spielen. Die vielen digitalen Vorgaben machen es nicht mehr zwingend notwendig, tatsächlich ein Instrument zu beherrschen. Mit dem richtigen Gespür für Musik, einem Drumcomputer und einem Synthesizer kann man heutzutage schon ganz schön amtliche Songs produzieren. Ich kenne zahlreiche Musiker die es in die Charts geschafft haben, ohne tatsächlich Musik gelernt zu haben oder zu verstehen. Die Zeiten, in denen Stars Multiinstrumentalisten waren und zum Beispiel alle Instrumente einer Platte selbst aufgenommen haben, sind scheinbar vorbei. Ich erinnere mich noch als Prince eine Platte veröffentlichte, die er komplett alleine erstellt hat. Alle Songs waren von ihm und er hat die Platte auch produziert. Alle Gesangsspuren hat er selbst gesungen und alle Instrumente, Gitarre, Bass, Drums, Piano und so weiter hat er selbst eingespielt. Beeindruckend, damals wie heute.

Instrumente
Instrumente

Die Unabhängigkeit alles selbst zu können ist bei Studioaufnahmen natürlich toll. Mann kann sich selbst mit seinen Songs beschäftigen, alle notwendigen Spuren solange einspielen oder verändern bis man absolut glücklich ist und man muss mit niemanden diskutieren wie es weitergeht. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch selbst sehr genau wissen, wo man hin möchte und wie das Endresultat klingen soll. Da man keinen Input von anderen Musikern hat ist man für das Endergebnis allein verantwortlich. Und leider sind auch schon viele an dieser Hürde schon gescheitert.

Ich kenne einen Musiker aus meiner Stadt der absolut versessen darauf war, eine Platte ganz alleine aufzunehmen. Leider konnte er aber nicht alle Instrumente spielen. Über eine Kontaktseite wie gratis dating sider hat er also nach einer Freundin gesucht, die musikalisch genau die Lücken schließt, die sich ihm stellten. Und stellt euch vor, das hat sogar geklappt. Gemeinsam haben die beiden im mtj Studio zehn Songs aufgenommen die sich echt hören lassen können. Und da die beiden ein glückliches Paar sind, war die Aufnahme und Produktionen mehr als harmonisch. Ich kann allen die Musik machen möchten nur empfehlen, so viel wie möglich zu lernen, jedes Instrumente und jede Theorie öffnet den eigenen Musikhorizont weiter und hilft dabei auch einmal neue Richtungen einzuschlagen und auszuprobieren.

Homerecording

Heute möchte ich mal darüber sprechen, wie man sich am besten für eine Studio Aufnahmesession vorbereiten kann. Oft kommen Bands zu uns, mieten kostbare Studiozeit und man merkt ganz schnell, dass sie weder die Studiosituation verstehen noch über Aufnahmetechnik nachgedacht haben. Viele Bands gucken ganz verstört wenn man sie bittet, jedes Instrument einzeln aufzunehmen. Da sagt dann der Drummer, dass er ohne die Gitarre sich im Song nicht orientieren kann. Oder der Bassist schafft es nicht, einen einfachen Rhythmus zu halten. Um all diese Punke zu erklären geht dann viel teure Studiozeit verloren, die man eigentlich zum Aufnehmen und Abmischen nutzen sollte.

recorder
recorder

Ich empfehle den Bands und Musikern, die zu uns kommen und aufnehmen möchten, zuerst mit Homerecording zu experimentieren. Es gibt heutzutage ganz fantastische digitale Ministudios, mit denen man die ersten Aufnahmeschritte durchführen kann und dabei ganz viel Erfahrung gewinnt. Schon ein kleines 4-Spur-Gerät reicht, um

  • Drums
  • Gitarre
  • Bass
  • und Gesang

getrennt aufzunehmen und abzumischen. Die Musiker gewöhnen sich daran, auf Ansage einen Song clean durchzuspielen und beim gemeinsamen Abhören kann man viele Details des Songs klären. Bands, die so vorbereitet ins Studio kommen haben oft eine viel bessere Idee von dem was sie wollen, und eine bessere Disziplin beim Aufnehmen. Denn der reine Studiotag kann ganz schön langweilig werden, wen man abwarten und zuhören muss, wie die Kollegen aufnehmen. Auch beim Abmischen der einzelnen Spuren und bei der Verwendung von Effekten sind die Ideen klarer, wenn man schon einmal selbst mit diesen Elementen beim Heimrecording gespielt hat. Brauchbare digitale Recorder sind mittlerweile schon für unter 100 Euro erhältlich. Eine Anschaffung, die sich schnell bezahlt macht.

Mehr Konzerte

Heute möchte ich mal eine Lanze brechen für Livemusik, für Bands, die auf der Bühne stehen und alles geben und für ein Publikum, dass auch mal ein Risiko wagt und neue Töne sucht. Meiner Meinung nach gibt es kaum eine bessere Art neue Musik kennen zu lernen, als auf Konzerte zu gehen. Egal ob es die Vorband der Lieblingsband ist, die man zufällig präsentiert bekommt und die einen begeistert, oder ein Festival mit unbekannten Bands auf das man aus Neugier geht, es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Ich habe schon viele Bands durch Zufall live gehört und mir anschließend ihre Platten besorgt. Und nur sehr wenige Bands haben mich live enttäuscht.

konzerte
konzerte

Mit dem Internet und Videos auf YouTube scheint die Konzertkultur in den letzten Jahren immer mehr nachzulassen, was ich persönlich sehr schade finde. Am liebsten würde ich die jungen Leute mal auf ein Konzert zerren, damit sie die unglaubliche Dynamik spüren, die man nur live erleben kann. Perfekt geschminkte uns super abgemischte Videos vermitteln nur in den seltensten Fällen ein klares Bild einer Band. Hat man sie jedoch live gesehen, weiß man was sie können. Denn auf der Bühne zählt

  • Charisma
  • Beherrschung der Instrumente
  • gute Soundqualität und
  • die Fähigkeit, ein Publikum zu begeistern

Sicher ist ein weiterer Grund dafür, dass weniger Konzerte stattfinden, der relativ hohe Eintritt, den man bezahlen muss. Supergruppen kosten locker 100 Euro und oft muss man schon ganz lange im Voraus Tickets kaufen, damit man eine der großen Bands überhaupt sehen kann. Es sollte mal jemand eine Rabatkode Seite für Konzerte ins Internet stellen, was bei Kleidung funktioniert kann doch auch bei Kultur gute Ergebnisse einbringen. Und selbstverständlich sollten sich auch die offiziellen Institutionen verstärkt um den Musik-Nachwuchs kümmern. Lokale und regionale Konzerte und Festivals sind die Keimzelle für tolle Musik und es sollten regelmäßig Möglichkeiten angeboten werden, bei denen junge Musiker ihre Musik live präsentieren können. Und das ohne teuren Eintritt, um auch ein großes Publikum anzusprechen. Genau wie schon der tolle Herbie Hancock sagte: „Die Bühne ist das Experimentierfeld der Musiker, das Konzert ihr Augenblick der Wahrheit.“

Techno Musik

Nachdem ich in den letzten Beiträgen schon über J und M geschrieben habe werde ich mich heute mal voll und ganz dem T widmen. Techno rules the world – und die Tanzflächen, und das schon seit den späten 80er Jahren. Selbstverständlich gab es schon vorher elektronische Musik und alle sind sich einig, dass Techno eine Verschmelzung von vielen vorher präsenten Stilen ist. Die Beats des House, die Melodien des Synthie Pop, die Power des EBM und viele weitere Faktoren haben dazu geführt, dass der anfänglich als Techno-House bezeichnete Sound schnell die Tanzflächen der Welt eroberte.
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Heute versteht man unter Techno synthetisch hergestellte Musik mit einem fetten 4/4 Takt durch ein elektronisches Drumset. Anstatt wiederkehrende Melodien zu verwenden, wird auf Klänge und Soundexperimente gesetzt und oft laufen Songs in sich selbst wiederholenden Schleifen. Insbesondere für die Discotheken wurde Techno schnell zu einem absoluten Erfolg, da der fortlaufende Beat und die Auflösung der Songstruktur dafür sorgten, dass einfach gnadenlos durchgetanzt wurde. Die Stars der Szene waren die DJs die es schafften, denselben Beat zu halten und trotzdem ein einmaliges Sounderlebnis zu komponieren. Leider wird Techno oft mit synthetischen Drogen in Verbindung gebracht, da die hypnotisierende Wirkung der Beats und die Lust, die ganze Nacht durchzutanzen, von vielen falsch interpretiert wurden. Anstatt die Energie aus der Musik zu ziehen wurden Drogen genommen, die das Erlebnis angeblich potenzierten. Für mich hat das nichts mit Musik zu tun und echte Musikfreunde lieben die Musik ohne Drogen. Nur Broker, die stressig mit Aktien handeln und Techno als Flucht verstehen, oder langweilige Zahnarzthelferinnen, brauchen zusätzliche Aufputschmittel bei der besten Tanzmusik der Welt.

Das MTJ Studio

Wie ihr sicher schon oben im Menü gesehen habt, haben wir auch ein Studio, das wir Musiker für Aufnahmen zur Verfügung stellen. Ganz egal ob Band, Hip Hop oder Techno, wir können alles aufnehmen und hervorragende Produktionen garantieren. Im letzten Monat zum Beispiel hatten wir einen einzelnen Künstler, Mark, der mit Songs in Studio kam, die er zuhause auf seinem Computer produziert hat. Ausschließlich elektronisch aber mit viel Gefühl für Beat und Melodie. Im Studio haben wir ihm schließlich dabei geholfen, die Songs so abzumischen, dass sie aktuellen Standards entsprechen und auch Radiotauglich sind. Das Ergebnis war echt klasse und mit etwas Glück werden die Songs bald auch irgendwo öffentlich zu hören sein.

MTJ Studio
MTJ Studio

Eine andere Band, vier Mitglieder und klassische Rockformation Besetzung, hat die Ersparnisse ihrer Liveauftritte angelegt und dabei soviel Gewinn gemacht, dass sie anschließend ihre erste Platte bei uns aufgenommen haben. Angeblich haben sie dabei eine Seite genutzt, die Aktien kaufen Vergleich anbietet. Im Studio waren sie auf alle Fälle noch total begeistert davon, wie schnell sie ihre Platte finanzieren konnten. Die Aufnahmen waren nicht einfach denn es mussten folgende Instrumente aufgenommen und abgemischt werden:

3 Gitarren
Bass
Schlagzeug
Gesang
Trompete
Geige
Ukulele
Percussion
Background Chor

Es hat fast eine Woche gedauert um sechs Songs fertig aufzunehmen, aber die Mühe hat sich gelohnt. Mit den fertigen Aufnahmen wollen sie jetzt bei Plattenfirmen anfragen, vielleicht haben sie ja Glück. Heutzutage ist es nicht mehr so einfach eine Platte verlegt zu bekommen.

MTJ – Musik, Techno und Jams

Hallo und herzlich Willkommen bei meinem Blog MTJ – Musik, Techno und Jams. Während der legendäre Wilhelm Busch dichtete: „Musik ist angenehm zu hören, doch ewig braucht sie nicht zu währen“ geht es mir genau umgekehrt. Wenn ich keine Musik habe, fühle ich mich leer und unerfüllt. Da Musik mein Leben ist, Techno meine Leidenschaft und Jams der beste Ausdruck von gefühlter Musik, werde ich hier auf diesen Seiten die drei Grossbuchstaben M, T und J zusammenführen und Stück für Stück, Text für Text, auswälzen. Ich hoffe sehr, dass da draußen Gleichgesinnte sind, die wie ich Musik als Teil ihres Lebens verstehen und denen meine Texte in irgendeiner Form nutzen. Als Inspiration, als Denkanstoss, als Kritikquelle oder auf irgendeine andere Weise. Denn dann bedeutet es, dass ich dieses Blog nicht umsonst ins Leben gerufen habe. Ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich.

MTJ – Musik, Techno und Jams
MTJ – Musik, Techno und Jams

Da Reihenfolgen nur dazu da sind, Dinge zu ordnen, werde ich diese gleich mal sprengen und heute über das J berichten: Live-Jams mit Freunden und Bekannten, in denen wir unsere eigene Musikalität ausleben und vertonen. Im Gegensatz zu Bands oder Gruppen treffen wir uns in loser Folge, studieren kein Repertoire ein und wollen auch nicht vor Publikum auftreten. Ziel unserer Jams ist es, Musik zu machen und das spontan, improvisiert und mit so vielen unterschiedlichen Instrumenten wie möglich. Obwohl ich eigentlich Gitarre spiele habe ich mir unlängst ein neues Instrument zugelegt, um die Kollegen zu überraschen. Und ich kann euch sagen, die haben Augen gemacht als ich meine neue Ukulele ausgepackt habe. Anstatt der üblichen Gitarre hatte ich also das kleine hawaiianische Saiteninstrument umhängen und alle hatten sehr viel Spaß. Natürlich war auch der Sound plötzlich ein ganz anderer und einige der Lieder, die wir ab und zu spielen, hatte auf einmal ein ganz anderes Flair.

Was mir sehr gut gefällt an der Ukulele, ist der freundliche und sympathische Ton den diese hat. Egal welche Akkordfolge man spielt, alles klingt beschwingt und leicht. Ich habe natürlich direkt alte Punkklassiker wie „London Calling“ oder „New England“ angestimmt, und die anderen Mitmusiker haben herrlich mitgejamt. Wie ihr seht, habe ich einen sehr wechselhaften Musikgeschmack und ich kann problemlos nachmittags Punksongs jammen, Abends auf eine Technoparty gehen und morgens zu Jazz frühstücken. Denn genau das ist das Schöne an Musik: Sie passt immer und überall, man muss nur das richtige Genre für den richtigen Moment wählen. Ich weiß natürlich, dass es viele Leute gibt, die auf einen Musikstil eingeschworen sind und andere komplett ablehnen. Aber ehrlich gesagt, habe ich noch niemanden kennengelernt, bei dem sich diese radikale Sicht der Dinge nicht mit den Jahren aufgeweicht und schließlich verabschiedet hat.

Bei einer unserer Jams in den letzten Wochen kam auch ein DJ, der zu unserer Musik Beats und Melodien einspielte, was dem ganzen Abend einen ganz neuen Touch gab. Plötzlich klang es nicht mehr nach Gitarren und Bläsern, sondern fette elektronische Beats standen wie Hochhäuser im Hintergrund, und davor wurde fein und schön gejammt. Wie es aussieht werden wir demnächst einen Abend ohne Drummer auskommen müssen und wir haben den DJ direkt eingeladen, zu kommen und für fette Beats zu sorgen. Da wir an jedem Abend in ganz unterschiedlicher Besetzung zusammenkommen, wird jeder Abend anders. Genau das macht den großen Reiz der Jams aus. Von vielen Musikern kann man eine Menge lernen und viele bringen ihren ganz persönlichen Sound mit, der unserer Musik plötzlich eine andere Note verleiht. Wer noch nie gejammt hat sollte es unbedingt mal ausprobieren.